International Conference

LANGUAGES AND CULTURES IN CONTACT- THEN AND NOW

Czêstochowa
March 26-28, 2009

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Due to prolonging two weeks the deadline of sending abstracts, we kindly inform that information concerning the acceptance of aforementioned abstracts is also postponed for two weeks. Organizational Commitee

Die heutige Welt setzt sich aus einer großen Anzahl ethnischer Identitäten zusammen, die auf den verschiedenen Ebenen mehr oder minder differenziert sind. Gemeint sind hier die historisch-politische, die wirtschaftliche und vor allem die gesellschaftliche Ebene, in der ihre kulturelle, sprachliche und religiöse Dimension mitsamt der ganzen Zivilisation enthalten ist. Die Zivilisation wiederum berührt andere, breitere Bereiche . von der Kunst (im weiteren Sinne des Wortes) über das Essen bis hin zum Sport.

Gleichzeitig wird die heutige Welt immer homogener, besonders auf dem politisch-wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technologischen Gebiet. Diese Tendenz der Einigung . nennen wir es beim Namen . der Globalisierung vertiefen die dynamischen Kontakte und die damit einhergehenden Austauschprozesse materieller und geistiger Güter, was . könnte man meinen . unvermeidlich zur Entstehung einer .globalen Kultur. führt, von der . dadurch, dass die kleinen, ethnisch-nationalen, kulturellen und regionalen Identitäten langsam verschwinden . ein kleiner Schritt bis zu einer homogenen und einheitlichen .Massenidentität. ist.

Vor dem Hintergrund dieses Andrangs der verschiedenen Werte und Einigungstendenzen, im Angesicht der Bedrohung der lokalen, differenzierten und historisch gestalteten Identitäten versuchen manche nationale, kulturelle und sprachliche Gruppen ihre eigene Identität hervorzuheben und zu verstärken, wobei sie gleichzeitig den anderen Identitäten immer offener gegenüberstehen.

Demzufolge hängt die Bestimmung der einzelnen Identitäten in einem immer größeren Ausmaß von den oben genannten ethnischen, regionalen und sprach-kulturellen Faktoren ab. Es mag scheinen, man habe hier mit einem Paradox zu tun, denn dieses Wertgefühl der eigenen Identität, das bewusste Bedürfnis, sie schöpferisch zu pflegen und weiter zu entwickeln und der Drang nach Kontakten mit den anderen Identitäten haben sich deutlich verstärkt, und dies angesichts des fortschreitenden Prozesses der Globalisierung, der jene Identitäten bedroht.

Mit der Internationalen Konferenz SPRACHEN UND KULTUREN . DAMALS UND HEUTE will sich die Akademia Polonijna in Tschenstochau den weltweiten Diskussionen und Überlegungen über die Zusammenhänge und Beziehungen anschließen, die im Laufe der Geschichte existiert hatten und die in der heutigen Zeit im Allgemeinen zwischen den Kulturen und Sprachen und im Besonderen zwischen den Nationen des europäischen Kontinentes und ihrem kulturellen Erbe existieren.

Die Konferenz setzt sich zum Ziel, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Identitäten unseres Kontinentes aufzuzeigen. All dies soll im Kontext der guten, günstigen, aber manchmal auch tragischen Beziehungen dargestellt werden, denn die tragischen Beziehungen hat uns die Geschichte auch nicht erspart. Es sind Beziehungen zwischen den verschiedenen Völkern, ihren Kulturen, ihren Sprachen mit ihren geistigen und materiellen Werten. Auf diese Weise hat sich ja über die Generationen hinweg das Gefühl der Zivilisationsgemeinschaft unter den Einwohnern Europas herausgebildet. Und dies bei ihrer so vielschichtigen Unterschiedlichkeit: da haben wir Lateineuropa neben dem Byzantinischen Reich, West- Ost- Mittel- Süd- oder Nordeuropa, das Europa der Romanen, der Germanen oder der Slawen, das christliche Europa neben dem jüdischen oder muslimischen Europa.

Dieser Reichtum der .Zivilisationsmotive. lässt sich leicht auf den verschiedenen Ebenen des Institutes der Geisteswissenschaften der Akademia Polonijna beobachten, das diese Konferenz organisiert. Dazu gehören die Kulturwissenschaft, die Literaturwissenschaft, die Sprachwissenschaft, die Pädagogik und Didaktik sowie die verwandten Disziplinen ( Theater- und Filmwissenschaft, Traduktologie, Glottodidaktik, Vergleichende Literatur- Sprach- und Kulturwissenschaft). All dies wird aus der geschichtlichen und gegenwärtigen Perspektive betrachtet.

Es werden daher in den Vorträgen und den anschließenden Diskussionen Themen behandelt, die unter anderem die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen, zwischen der Literatur und der Kunst der einzelnen Völker betreffen werden. Zur Sprache kommen ebenfalls die gegenseitigen Einflüsse und ihre Rezeption in der Kultur anderer Völker, die Notwendigkeit neuer Methoden und neuer, den Herausforderungen des XXI. Jahrhunderts angemessener Lehrbücher, das Phänomen der Zwei- und Mehrsprachigkeit; die Koexistenz verschiedener Völker, Kulturen, Religionen und Sprachen im Rahmen eines staatlichen oder föderalen Organs; die Einflüsse anderer Sprachen, vor allem auf der Ebene des Wortschatzes: die Entlehnungen zwischen den offiziellen und regionalen Sprachen sowie diejenigen zwischen den Fachsprachen der verschiedenen Gesellschaftsgruppen, Wörter mit europäischer und internationaler Gültigkeit; der Beitrag der Kultur, der Literatur und der Kunst zur Bildung und Gestaltung des nationalen Erbes und des gemeinsamen Kulturerbes; die Rolle des Individuums ( des Künstlers, des Schriftstellers, des Gelehrten, des Sportlers usw.) bei der Gestaltung der Identität in ihrer geschichtlichen, räumlichen und geistigen Dimension.

Professor Stanis³aw Wid³ak
Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees

Akademia Polonijna w Czêstochowie
ul. Pu³askiego 4/6 42-200 Czêstochowa